Investment Tipps "Around the World" Russland
Delta Lloyd Asset Management | 29. Juni 2009Investment-Tipps „Around the world”: In Russland stecken Klima und Umweltschutz noch in den Kinderschuhen
• In St. Petersburg endete am Wochenende die letzte Etappe des Volvo Ocean Race
• Klima- und Umweltschutz sind in Russland bisher von untergeordneter Bedeutung
• Fondsmanager Ad Schellen sieht Potenzial für Unternehmen aus diesem Bereich in Russland
Wiesbaden, 29. Juni 2009 – Die Themen Klimawandel und Umweltschutz haben in Russland noch nicht die Relevanz, wie in vielen anderen Ländern der Erde. Sicherlich hat das Land dazu beigetragen, dass das Kyoto-Protokoll in Kraft treten und daher auf die Unterstützung der Amerikaner verzichtet werden konnte, aber die Umsetzung zentraler Punkte des Protokolls geht in Russland nur zögerlich voran. Der Beitritt war für das Land auch einfach, denn es musste sich als Industrienation nur verpflichten, die Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 zu stabilisieren. Da das Land durch den Zusammenbruch des wirtschaftlichen Systems nach der Wende den Ausstoß von Kohlendioxid um ungefähr 30 Prozent gegenüber dem Jahre 1990 reduziert hatte, eine vergleichsweise leichte Aufgabe. In den letzten Jahren sind allerdings das wirtschaftliche Wachstum sowie der Export von Gas und Öl immer wichtiger geworden. Durch diese Entwicklung steigen der Ausstoß von Treibhausgasen und die Luftverschmutzung stark. Deshalb dürfte Russland derzeit wenig daran liegen, einem Kyoto-Nachfolgeabkommen beizutreten. Es stellt sich daher die Frage, ob es gelingen kann, den drittgrößten Treibhausgas-Verursacher dauerhaft in den Klima- und Umweltschutz einzubinden. Denn Wirtschaftswachstum und der Verkauf von fossilen Brennstoffen stellen weiterhin das Primat der russischen Politik dar.
Allerdings sind die Auswirkungen dieser ungebremsten wirtschaftlichen Entwicklung immer deutlicher zu spüren. So ist zum Beispiel St. Petersburg – der Zielort der letzten Etappe des Volvo Ocean Race 2008/2009, die am Wochenende zu Ende ging - eine der Städte Russlands mit der schlechtesten Luftqualität. Und das, obwohl während der Regierungszeit von Vladimir Putin große Summen in die Stadt geflossen sind, um die historischen Areale zu restaurieren. Dabei wurden allerdings nur wenige Maßnahmen ergriffen, um der stetig zunehmenden Luftverschmutzung entgegen zu wirken. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass die russische Politik das Thema Umweltschutz aktiver wird angehen müssen. Erste Signale kann man allerdings schon entdecken. So hat im letzten Jahr Präsident Medwedew ein Dekret unterzeichnet, wonach die Energieeffizienz im Land bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent erhöht werden muss (verglichen mit dem Jahr 2007). Auch Ministerpräsident Putin hatte im Januar angekündigt, den Anteil regenerativer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf ca. 4,5 Prozent erhöhen zu wollen. Zusätzlich hat das russische Kabinett im April eine Klima-Doktrin entworfen, aus der hervorgeht, dass die Kosten des Klimawandels höher sein werden, als die Mittel, die zur Bekämpfung des Klimawandels eingesetzt werden müssten. Dies stellt eine interessante Wende in der Klimapolitik Russlands dar, denn bisher stand das Land eher auf dem Standpunkt, es würde von der globalen Erwärmung profitieren können.
Aus dieser veränderten Haltung der Politik könnten sich interessante Möglichkeiten für Unternehmen ergeben, die Techniken gegen Umweltverschmutzung anbieten. Ein Beispiel dafür ist Thermo Fisher Scientific Inc. Die Firma ist unter anderem im Bereich Umweltanalytik tätig und stellt Geräte her, die zur Messung der Luft- oder Wasserverschmutzung verwendet werden. Gerade wenn die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf Luftverschmutzung in Russland strenger werden sollten, die beim Ausstoß von Abgasen aus Autos, Industrieanlagen oder auch Kraftwerken angewendet werden, sind solche Messegeräte unerlässlich. Denn nur so können die gesetzlichen Vorschriften
sowie Sicherheitsstandards überprüft und erfüllt werden. Außerdem können Gefahrensituationen, die mit der Luft- und Wasserqualität in Zusammenhang stehen, mit Hilfe derartiger Geräte schneller erkannt werden. Darüber hinaus werden meiner Ansicht nach Messverfahren zur Kontrolle des CO2-Ausstoßes im Zuge der Diskussion über den Klimawandel langfristig an Relevanz gewinnen. Auf all diese Herausforderungen kann Thermo Fisher Scientific Inc. mit seinen Produkten Antworten geben und passt daher hervorragend in das Portfolio des Delta Lloyd L Water & Climate Funds (ISIN LU0269461587).
Mit dem Delta Lloyd L Water & Climate Fund können Anleger von wachstumsstarken Unternehmen profitieren, deren Produkte oder Dienstleistungen mit den vier Elementen Wasser, Luft, Erde sowie Feuer in Zusammenhang stehen. Das Fondsmanagement passt die Gewichtung der vier Segmente bei Bedarf an und überprüft die Zusammensetzung des Portfolios kontinuierlich auf Basis von Sektor- und Einzelwertanalysen.
Der Manager des Fonds, Ad Schellen, verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Auswahl von Unternehmen, die mit ihren Technologien oder Dienstleistungen helfen, die Wasser- und Klimaproblematik zu lösen. Er ist Mitglied eines vierköpfigen Teams für thematische Aktienanlagen, das ihn bei der Titelauswahl unterstützt. Das Aktienteam von Delta Lloyd Asset Management besteht aus insgesamt 25 Personen. Ad Schellens Anlagestrategie für den Delta Lloyd L Water & Climate Fund ist darauf ausgerichtet, langfristig eine möglichst hohe absolute Rendite zu erzielen. Er orientiert sich dabei nicht an einem Vergleichsindex, somit bleibt er in der Auswahl der Anlagen flexibel und hält zudem die Korrelation zum Gesamtmarkt gering. Fondsmanager Ad Schellen und sein Team wählen 25 bis 50 Titel sowohl nach individuellen Kriterien (Bottom-up) als auch auf Basis der Einschätzung des Gesamtmarktes oder einzelner Sektoren (Top-down) aus. Der Fonds investiert weltweit, unabhängig von der Marktkapitalisierung und Herkunftsregion
der Unternehmen. Im Portfolio befinden sich auch Nebenwerte, die vom Markt oft weniger beachtet werden und aus Sicht des Fondsmanagers interessantes Renditepotenzial bieten.
Delta Lloyd unterstützte das Team Delta Lloyd beim Volvo Ocean Race 2008/2009, dem anspruchvollsten Rennen der Welt im professionellen Segelsport. Der Fondsmanager des Delta Lloyd L Water & Climate Fund Ad Schellen, begleitete daher die einzelnen Teilabschnitte mit Investment-Tipps und Kommentaren.
Lesen Sie mehr über
Das Volvo Ocean Race:www.volvooceanrace.org
Den Delta Lloyd Water & Climate Fund: www.deltalloydassetmanagement.de
Delta Lloyd Asset Management (DLAM) ist der Asset Manager der Delta Lloyd Groep, einem der führenden Finanzdienstleister der Niederlande mit Aktivitäten in den Bereichen Versicherungen, Bankgeschäft und Vermögensverwaltung. DLAM ist mit einem für interne und externe Kunden verwalteten Vermögen von 43,5 Mrd. Euro (Stand 31. Dezember 2008) der fünftgrößte Vermögensverwalter in den Niederlanden. Die Asset Management Gesellschaft verwaltet Investmentfonds von Delta Lloyd, OHRA und Triodos und ist als Vermögensverwalter für institutionelle Anleger tätig.
Am deutschen Markt ist DLAM mit dem Delta Lloyd L Water & Climate Fund, sowie acht weiteren SICAV Fonds, darunter auch dem Delta Lloyd L New Energy Fund, vertreten. Der Vertrieb in Deutschland erfolgt über die Delta Lloyd Asset Management Vertriebs GmbH. Geschäftsführer des Unternehmens ist Rik Verhoeven.
Über Delta Lloyd Deutschland:
Delta Lloyd Deutschland ist eine hundertprozentige Tochter der Delta Lloyd Groep, Amsterdam, und damit Teil der britischen Aviva-Gruppe. Das Unternehmen bietet aus einer Hand ein breites Spektrum an Finanz-, Anlage- und Vorsorgeprodukten sowie kompetente Beratung in allen Finanzfragen. Zur Delta Lloyd Gruppe gehören in Deutschland neben der Delta Lloyd Leben und der Hamburger Leben, einer Pensionskasse und einer Beratungsgesellschaft für betriebliche Altersvorsorge auch ein Bankhaus mit Schwerpunkt Private Banking und sowie ein Vermittler von Immobilienfinanzierungen.
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