Lass die Sonne scheinen
Delta Lloyd Asset Management | 26. November 2009
Ad Schellen, Fondsmanager des Delta Lloyd L Water & Climate Fund kommentiert:
Bedarf an erneuerbaren Energien wächst
Das Interesse an erneuerbarer Energie steigt. Viele Länder wollen die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen, unabhängiger bei der Energieversorgung werden und den nächsten Preisanstieg fossiler Brennstoffe abfedern. Sie haben festgelegt, dass 2020 mindestens 20 Prozent der Energieversorgung aus Sonne, Wind und Erdwärme stammen muss. Um das zu erreichen, werden öffentliche Forschungsgelder und Förderpakete bereitgestellt.
Häufig wird Solarenergie in Strom umgewandelt. Dazu werden in erster Linie Photovoltaikzellen (PV-Zellen) eingesetzt. Der Wirkungsgrad dieser Zellen liegt bei 16 bis 22 Prozent, je nachdem, welche Siliziumart verwendet wird. Der starke Rückgang des Siliziumpreises und der enorm gestiegenen Wettbewerb haben zu einem Preisverfall geführt. Der Herstellungspreis liegt momentan bei 1,50 bis 2 Dollar pro Watt. Günstige Zellen sind „Made in China“, während teure meist westlicher Bauart sind. Durch den relativ hohen Wirkungsgrad der Zellen eignen sich diese vor allem für Projekte, bei denen die verfügbare Fläche begrenzt oder der Quadratmeter teuer ist.
First Solar, das vertrauenswürdigste Unternehmen in der Solarindustrie
Das amerikanische Unternehmen First Solar produziert Solarzellen auf Cadmium-Tellurid-Basis – eine Dünnschichttechnologie auf Glas. Die Zellen haben einen Wirkungsgrad von circa elf Prozent, sind aber mit 0,87 Dollar pro Watt günstiger. Dies ist ausschlaggebend für den Erfolg von First Solar. Das Unternehmen wuchs in den letzten Jahren immens. Einer Produktion von 25 Megawatt im Jahr 2005 stehen nun im Jahr 2009 voraussichtlich fast 1200 Megawatt gegenüber. Auch wenn das Wachstum in den beiden letzten Jahren durch die Wirtschaftskrise gering ausfiel, sind die langfristigen Aussichten vielversprechend,
Wichtige Rolle Chinas
Module von First Solar kommen bei Investitionen ohne Flächenbegrenzung zum Einsatz, da hier vor allem die Kosten relevant sind. Erst im September schloss das Unternehmen einen Vertrag über den Bau eines Solarkraftwerks mit 2000 MW in China ab. Wenn es den beachtlichen Vorsprung vor den PV-Konkurrenten halten will, muss der Preis pro Watt weiter sinken. Denn auch die chinesischen Hersteller von Silizium-Solarzellen sind in der Lage, ihre Preise rasch weiter zu drücken. Als Marktführer wird First Solar dies berücksichtigen und kann somit weiterhin von den ausgezeichneten Aussichten der Solarenergie profitieren.
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