Asset Management
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Nachhaltige Immobilien

Delta Lloyd Asset Management | 7. Dezember 2009

Nachhaltigkeit im Aufwind

Nachhaltigkeit ist im Immobiliensektor in den USA und in Großbritannien schon seit Jahren ein wichtiges Thema. Viele Immobiliengesellschaften veröffentlichen neben dem normalen Jahresbericht auch einen „Corporate Sustainability Report“. In Europa gerät dieses Thema ebenfalls immer stärker in den Blickpunkt.

Verschiedene Aspekte eines Gebäudes wirken sich auf seine „Nachhaltigkeit“ aus:
• Energieeffizienz
• Abfallmanagement
• Verwendung nachhaltiger Baustoffe
• Sparsamer Wasserverbrauch
• Gesundes Raumklima
Auf internationaler Ebene wurden verschiedene Messsysteme zur Bewertung der Umweltfreundlichkeit eines Gebäudes eingeführt.

Energiesparen

Energiesparen ist der sichtbarste und der am besten messbare Aspekt einer nachhaltigen Immobilie. Deshalb erfährt dieser die meiste Aufmerksamkeit. Zudem machen die Energiekosten bei den meisten Mietern fast zehn Prozent der Gesamtgebäudekosten aus. Angesichts der derzeit stark schwankenden Energiepreise kann ein energiesparendes Gebäude den Mietern beachtliche Kosteneinsparungen bescheren. Von staatlicher Seite werden immer mehr Bewertungsmaßstäbe für die Messung des Energieverbrauchs eines Gebäudes eingeführt, etwa das Energielabel, das seit 1. Januar 2008 verwendet wird. Auf dem amerikanischen Markt unterscheidet man Gebäude mit der LEED-Zertifizierung Silber, Gold und Platin. Gebäude mit Gold- und Platin-Zertifizierung erreichen im Durchschnitt einen um 45 Prozent niedrigeren Energieverbrauch

Höhere Rendite

Nachhaltiges Bauen ist in der Regel jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden. Nach Untersuchungen des amerikanischen Green Building Councils handelt es sich dabei um Mehrkosten in Höhe von zwei bis sieben Prozent. Für die Projektentwickler ist es noch schwer einzuschätzen, ob die Zusatzkosten mittelfristig auch eine zusätzliche Rendite bringen – die meisten Studien deuten allerdings darauf hin. Der Bedarf an nachhaltigen Gebäuden übersteigt immer noch das Angebot. Dies ermöglicht Wertsteigerungen und höhere Mieten als in gewöhnlichen Objekten in vergleichbarer Lage. Die Nachfrage geht in erster Linie von internationalen Unternehmen aus. Neben den geringeren Energiekosten sind es vor allem Imagegründe, die für ein derartig gestaltetes Gebäude sprechen.

Delta Lloyd L Global Property Fund

Es deutet also vieles darauf hin, dass sich der Immobiliensektor künftig noch mehr dem Thema Nachhaltigkeit widmen wird. Daher investiert der Delta Lloyd L Global Property Fund bereits zu einem großen Teil in börsennotierte Immobiliengesellschaften, die hohen Wert auf Nachhaltigkeit legen, wie etwa die französische Firma Unibail-Rodamco, das große britische Unternehmen British Land und Digital Realty Trust in den USA. Durch die Fokussierung auf Nachhaltigkeit sind ihre Gebäude meist neu und qualitativ hochwertiger, was wiederum mehr Mieter anzieht und eine bessere Bewertung ergibt. Davon profitieren dann letztlich wir als Anleger in diese Unternehmen.

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