Beter Bed unter der Lupe

Angus Steel \\ 27 Oktober 2011
Angus Steel Angus Steel Leitender Fondsmanager Participation

Die Aktie Beter Bed wurde in diesem Jahr schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch gibt es keinerlei Grund zur Panik, wie unsere Fondmanager festellen konnten.

Angus Steel, leitender Fondsmanager Participation, kommentiert:

Die Aktivitäten von Beter Bed unter der Lupe

Die Aktie Beter Bed wurde in diesem Jahr schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch gibt es keinerlei Grund zur Panik, wie unsere Fondmanager während eines Besuchs bei dem Betten- und Matratzeneinzelhändler in den Niederlanden und Deutschland feststellen konnten. Im Gegenteil.

Kursrückgang um 30%
Der Börsenkurs der Beter Bed Holding sank in diesem Jahr um circa 30%. Gründe: Besorgnis bei den Anlegern über das sinkende Verbrauchervertrauen in Europa und den Ausstieg eines großen amerikanischen Gesellschafters von Beter Bed. Obwohl die Delta Lloyd European Participation Fonds gut 10 % der Aktien halten, macht Fondmanager Angus Steel sich keine Sorgen um die Betten- und Matratzenkette aus Uden. "Die Verbraucher werden den Kauf ihrer Matratzen jetzt vielleicht ein Jahr aufschieben, aber das mindert den Wert des Unternehmens nicht. Beter Bed ist kerngesund und hat schöne Wachstumsaussichten. Das Unternehmen kann von einer äußerst starken finanziellen Position zehren - ein Luxus im Vergleich zu den beschränkten Puffern bei kleineren Ketten und Einmannbetrieben."

Gute Geschäfte in Deutschland
"Gerade in diesen Zeiten darf man nicht hinter dem Computer sitzen bleiben, sondern muss die Unternehmen besuchen, in die man investiert", findet Steel. "Dann kann man besser beurteilen, wie ein Unternehmen tatsächlich dasteht." Gemeinsam mit Ton Anbeek, dem CEO von Beter Bed, bereiste das Investmentteam zwei Tage lang Filialen in den Niederlanden und Deutschland. "Der Markt unterschätzt die Aktivitäten von Beter Bed in Deutschland. Dort hat das Unternehmen gut 800 Zweigniederlassungen. Außerdem kommt der größte Teil des Umsatzes aus Deutschland."

Qualitätsmatratzen und Topservice
In Deutschland fokussiert Beter Bed sich unter dem Geschäftsnamen Matratzen Concord vornehmlich auf den Verkauf eigener Matratzen. Man hat sich bewusst für Niederlassungen an C-Standorten, an Nebenstraßen entschieden. Dort sind die Mieten niedrig, aber die Läden sehr gut sichtbar und niederschwellig. Mit Erfolg: Die meisten Kunden, die hereinkommen, gehen mit einer Matratze nach Hause. Dazu Steel: "Die Kunden loben die Qualität und den Service, man braucht nur die Vergleichs-Websites zu lesen. Der ehemalige Topschwimmer Pieter van den Hoogenband schleppte seine M-Line-Matratze von Beter Bed sogar mit um die ganze Welt, weil er nur auf ihr gut liegt."

Neues Management
Steel ist auch von Ton Anbeek begeistert, der im vergangenen Jahr als CEO die Nachfolge des ebenfalls sehr erfolgreichen Frans Geelen antrat. "Anbeek, der von Auping kommt, hat mit Akzentverschiebungen die Organisation weiter optimiert. Die Bruttomarge ist unter seiner Leitung noch mehr gestiegen. Außerdem wagte er es, neue Konzepte zu entwickeln, wie etwa die Zusammenarbeit mit Wehkamp (Versandhaus). Darüber hinaus legt er viel Wert auf Kundenzufriedenheit und investiert in Marketing." Steel sieht der Zukunft von Beter Bed daher zuversichtlich entgegen. "Die Wachstumsmöglichkeiten in Europa sind enorm. Bis dahin geben wir uns mit der nach unserer Einschätzung ausgezeichneten Dividendenpolitik zufrieden."


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