Die Aktie Beter Bed wurde in diesem Jahr schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch gibt es keinerlei Grund zur Panik, wie unsere Fondmanager festellen konnten.
Angus Steel, leitender Fondsmanager Participation, kommentiert:
Die Aktivitäten von Beter Bed unter der Lupe
Die Aktie Beter Bed wurde in diesem Jahr schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch gibt es keinerlei Grund zur Panik, wie unsere Fondmanager während eines Besuchs bei dem Betten- und Matratzeneinzelhändler in den Niederlanden und Deutschland feststellen konnten. Im Gegenteil.
Kursrückgang um 30%
Der Börsenkurs der Beter Bed Holding sank in diesem Jahr
um circa 30%. Gründe: Besorgnis bei den Anlegern über das sinkende
Verbrauchervertrauen in Europa und den Ausstieg eines großen
amerikanischen Gesellschafters von Beter Bed. Obwohl die Delta
Lloyd European Participation Fonds gut 10 % der Aktien halten,
macht Fondmanager Angus Steel sich keine Sorgen um die Betten- und
Matratzenkette aus Uden. "Die Verbraucher werden den Kauf ihrer
Matratzen jetzt vielleicht ein Jahr aufschieben, aber das mindert
den Wert des Unternehmens nicht. Beter Bed ist kerngesund und hat
schöne Wachstumsaussichten. Das Unternehmen kann von einer äußerst
starken finanziellen Position zehren - ein Luxus im Vergleich zu
den beschränkten Puffern bei kleineren Ketten und
Einmannbetrieben."
Gute Geschäfte in Deutschland
"Gerade in diesen Zeiten darf man nicht hinter dem
Computer sitzen bleiben, sondern muss die Unternehmen besuchen, in
die man investiert", findet Steel. "Dann kann man besser
beurteilen, wie ein Unternehmen tatsächlich dasteht." Gemeinsam mit
Ton Anbeek, dem CEO von Beter Bed, bereiste das Investmentteam zwei
Tage lang Filialen in den Niederlanden und Deutschland. "Der Markt
unterschätzt die Aktivitäten von Beter Bed in Deutschland. Dort hat
das Unternehmen gut 800 Zweigniederlassungen. Außerdem kommt der
größte Teil des Umsatzes aus Deutschland."
Qualitätsmatratzen und Topservice
In Deutschland fokussiert Beter Bed sich unter dem
Geschäftsnamen Matratzen Concord vornehmlich auf den Verkauf
eigener Matratzen. Man hat sich bewusst für Niederlassungen an
C-Standorten, an Nebenstraßen entschieden. Dort sind die Mieten
niedrig, aber die Läden sehr gut sichtbar und niederschwellig. Mit
Erfolg: Die meisten Kunden, die hereinkommen, gehen mit einer
Matratze nach Hause. Dazu Steel: "Die Kunden loben die Qualität und
den Service, man braucht nur die Vergleichs-Websites zu lesen. Der
ehemalige Topschwimmer Pieter van den Hoogenband schleppte seine
M-Line-Matratze von Beter Bed sogar mit um die ganze Welt, weil er
nur auf ihr gut liegt."
Neues Management
Steel ist auch von Ton Anbeek begeistert, der im
vergangenen Jahr als CEO die Nachfolge des ebenfalls sehr
erfolgreichen Frans Geelen antrat. "Anbeek, der von Auping kommt,
hat mit Akzentverschiebungen die Organisation weiter optimiert. Die
Bruttomarge ist unter seiner Leitung noch mehr gestiegen. Außerdem
wagte er es, neue Konzepte zu entwickeln, wie etwa die
Zusammenarbeit mit Wehkamp (Versandhaus). Darüber hinaus legt er
viel Wert auf Kundenzufriedenheit und investiert in Marketing."
Steel sieht der Zukunft von Beter Bed daher zuversichtlich
entgegen. "Die Wachstumsmöglichkeiten in Europa sind enorm. Bis
dahin geben wir uns mit der nach unserer Einschätzung
ausgezeichneten Dividendenpolitik zufrieden."
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